Grafikkarte

Der Betrieb eines Computers ohne integrierte Grafikkarte ist zwar nicht unmöglich, aber hinsichtlich der Ansprüche der heutigen Computernutzer dann sicherlich doch etwas unzweckmäßig; ein Computer ohne Grafikausgabe erscheint sogar gänzlich undenkbar. In den letzten drei Jahrzehnten verlief die Grafikkartenentwicklung wie bei so vielen Rechner-Bestandteilen sehr rasant, um mit den rasant ansteigenden Ansprüchen der Computernutzer mithalten zu können. So muten Windows-Beschleuniger computertechnisch gesehen zwar mittlerweile wie Erfindungen von vor ein paar Jahrhunderten an, haben aber nicht unwesentlich zur Akzeptanz von Computern im Privatbereich beigetragen.

Eine Grafikkarte besteht aus verschiedenen Komponenten, zu denen der Grafikchip, der Bild- und Videospeicher, die Anschlüsse für die Ausgabegeräte, der RAMDAC-Chip, ein entsprechendes Bus-Interface und weitere Grafikkarten-Schnittstellen gehören. Die Grafikkarte übernimmt also die komplexe Aufgabe der Berechnung und anschließenden Ausgabe von visuellen Daten auf dem Bildschirm. Die Qualität und Leistungsfähigkeit einer Grafikkarte bestimmen somit auch die Eigenschaften und Leistungsfähigkeit eines Computers. So gibt es für die verschiedenen Anwendungsbereiche und Bedürfnisse der Computernutzer auch unterschiedliche Typen von Grafikkarten. So benötigt man beispielsweise für einfache Textverarbeitungsprogramme sicherlich kaum die aktuellste High-End-Grafikkarte; ein eigentlich fesselndes Rennspiel wird mit einer Grafikkarte geringer Leistungsfähigkeit (Low-End-Grafikkarte) dagegen kaum Vergnügen bereiten.

Geschichte der Grafikkarte

Als der IBM-PC, der Vorläufer der marktbeherrschenden Computer unserer Zeit, im Jahr 1981 vorgestellt wurde, gab es exakt zwei Grafikkarten dafür. Einmal die MDA-Option, die mit ihren 4 KB "Grafikspeicher" gerade einmal 80 Zeichen in jeder der 25 Zeilen am Monitor darstellen konnte - einfarbig. Daneben gab es noch das (Originalzitat aus einer Computerzeitschrift damals) "Farbenwunder" CGA - eine echte Grafikkarte, die 320x200 Pixel in 16 Farben oder 640x200 Pixel in 4 Farben auf den flimmernden Röhrenmonitor zauberte.

Auch wenn heutige PC-Grafikkarten mehrere millionenmal mehr Farbauswahl, Grafikspeicher und Geschwindigkeit aufweisen, so erfüllen sie doch immer noch denselben Zweck: Sie zeigen vom Computer ausgegebene Daten an. Ob dies nun geschriebener Text auf einer Webseite ist, ein Video, ein 3D-Treppenhausmodell in einem Architekturbüro oder ein aufwendig animierter Endgegner in einem Computerspiel - immer wird eine Grafikkarte benötigt, die diese Information aus dem Computer auf ein Anzeigegerät wie Monitor, Beamer oder Fernseher bringt.

Dabei muss eine Grafikkarte nicht typischerweise eine Platine sein, die man in einen der verschiedenen Erweiterungsschächte (Slots) eines PCs steckt. Viele der heute ausgelieferten Büro-PCs, Laptops und Netbooks haben die Grafikkartenfunktionalität bereits auf ihrer Hauptplatine oder gar im Prozessorkern integriert. Doch was unterscheidet diese, in einem winzigen Chip daherkommenden und ausgesprochen preiswerten Grafikkarten von den epilepsieauslösend bunt verpackten, mit dicken Kühlrippen und Aktivlüftern verzierten und sandwichartig zusammengesteckten Doppelplatinen, die besonders für Heranwachsende den Anziehungspunkt überhaupt in den großen Elektronikmärkten darstellen?

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